Weißes Gold, dunkle Schatten - Lithiumabbau in den Salzseen am Beispiel von „Salar de Uyuni" Bolivien

© Foto: Oscar Choque 2019

Lithium gilt als Schlüsselrohstoff für die globale Energiewende. Aus diesem Grund steigen auch der weltweite Bedarf und die entsprechende Nachfrage. Jedoch werden die Entscheidungen hierüber sowie zur Regulierung und den Standards, die beim Abbau gelten, meist in Ländern des Globalen Nordens (beispielsweise der EU) getroffen - weit entfernt von den Abbaugebieten und ohne Mitwirkung der Menschen vor Ort.

So befindet sich etwa die bolivianische Regierung hinsichtlich der eigenen Lithiumvorkommen im Land in einer schwachen Verhandlungsposition und sieht sich häufig gezwungen, Angebote zur „Lithium-Industrialisierung“ zu akzeptieren – ungeachtet sozialer und ökologischer Folgen, die häufig zu Lasten indigener Gemeinschaften gehen.

Diese suchen deshalb u.a. den Schulterschluss mit zivilgesellschaftlichen Initiativen in Europa – etwa in Spanien, Portugal, Serbien oder im Erzgebirge –, wo ähnliche Herausforderungen bestehen. Ihr Ziel: Sichtbar werden und gehört werden. Am Beispiel der indigenen Gemeinschaften in den Abbaugebieten der Hochland-Salare Boliviens stellt sich daher u.a. die Frage, inwieweit der Lithiumabbau sozial gerecht ausgestaltet werden kann. Denn eine gerechte Transformation erfordert globale Verantwortung, lokale Mitsprache und echte Partnerschaft.

Referent: Dipl.-Ing. Ocar Choque

Oscar Choque stammt aus Bolivien, lebt seit vielen Jahren in Dresden, arbeitet als Eine-Welt-Fachpromotor für Ressourcengerechtigkeit in Sachsen und engagiert sich bei der Organisation Ayni e.V.

Kooperationspartner: EINE-WELT Laden & und Information Großenhain 

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Vortrag mit Diskussion

Fr, 26.9.2025 - 19:00

EINE-WELT Laden & Information Großenhain
Klostergasse 26
01558 Großenhain