Afghanistan – Rekonstruktion eines Krieges

Nach zwanzig Jahren Krieg zogen die westlichen Truppen unter Führung der USA im Sommer 2021 vollständig aus Afghanistan ab. Diese Militärintervention – unter der beschönigenden Bezeichnung „Enduring Freedom“ als „Krieg gegen den Terror“ seit 2001 geführt - endete in einem Fiasko. Nun regieren wieder die Taliban in Kabul, und zurück bleibt ein in vielerlei Hinsicht geschundenes und verwundetes Land, dessen Zukunftsperspektiven düster erscheinen.

Dieser Krieg, dessen Vorgeschichte bis zu den revolutionären Umbrüchen in Afghanistan Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts und der Militärintervention der damaligen Sowjetunion 1979 zurückreicht, hinterlässt die politischen Eliten des Westens einigermaßen ratlos und diskreditiert. Was sind die Lehren, die aus dieser Katastrophe der internationalen Politik zu ziehen sind?

Über diesen Krieg und seine Konsequenzen wollen wir mit Emran Feroz ins Gespräch kommen. In seinem aktuellen Buch „Der längste Krieg – 20 Jahre war on terror“ beschreibt Emran Feroz diesen Krieg nun erstmals aus afghanischer Perspektive. Er hat mit vielen Menschen vor Ort gesprochen: von Hamid Karzai über Taliban-Offizielle bis zu betroffenen Bürgern, die vor allem unter diesem Krieg gelitten haben.

Emran Feroz, geboren 1991, arbeitet als freier Journalist mit Fokus auf Nahost und Zentralasien, unter anderem für Die Zeit, taz, Al Jazeera und die New York Times. Er berichtet regelmäßig aus und über Afghanistan und den US-amerikanischen Drohnenkrieg. Mit „Tod per Knopfdruck“ (2017) hat er ein Buch darüber geschrieben. Feroz ist Gründer von Drone Memorial, einer virtuellen Gedenkstätte für zivile Drohnenopfer.

Kooperationspartner: Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen

 

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Lesung mit Diskussion

Mi, 26.1.2022 - 19:00

Haus der Kathedrale
Schloßstraße 24
01067 Dresden