MATERIA PRIMA
Weltweit vor Ort - Filmabende und Gespräche in Dresden

©Börres Weiffenbach, Materia Prima, Cine Global
#Bodenschätze, Kolonialismus, Indigenenrechte
Jeder Rohstoff ist der Beginn einer Geschichte. Lithium ist unverzichtbar für die Energiewende. An keinem Ort der Welt gibt es mehr von dem begehrten Metall als im Hochland Boliviens. Ohne Lithium würde kein Stromspeicher, kein Rechenzentrum, kein Elektroauto und kein Smartphone funktionieren. Die Europäer*innen wollen den Rohstoff, um ihre Automobilindustrie zu retten. Die Bolivianer*innen wollen ihn, um die Armut zu bekämpfen. Während die bolivianische Regierung mit Unternehmen aus aller Welt verhandelt, mobilisieren sich in ländlichen Gebieten zivilgesellschaftliche Gruppen, die hauptsächlich von Frauen organisiert werden.
Der Film bietet einen seltenen Einblick in die Strategie Europas, sich das dringend benötigte Material zu sichern. Er macht die gegensätzlichen Interessen bezüglich des Rohstoffabbaus und der Industrialisierung in einem Land des sogenannten globalen Südens sichtbar. Die Gegenwart wird von fünfhundert Jahren Kolonialgeschichte überschattet. Die Chronik eines indigenen Zeitzeugen aus dem 16. Jahrhundert verändert den Blick auf die heutige Welt und wirft die Frage auf: Sind wir bereit zur Dekolonialisierung?
#Natural Resources, Colonialism, Indigenous Rights
Every raw material is the beginning of a story. Lithium is indispensable for the energy transition. Nowhere in the world is there more of this coveted metal than in the Bolivian highlands. Without lithium, no energy storage system, no data centre, no electric car and no smartphone would work. The Europeans want the raw material to save their car industry. The Bolivians want it to combat poverty. Whilst the Bolivian government negotiates with companies from all over the world, civil society groups – organised mainly by women – are mobilising in rural areas.
The film offers a rare insight into the Europeans’ strategy for securing this urgently needed material. It highlights the conflicting interests surrounding raw material extraction and industrialisation in a country of the so-called Global South. The present is overshadowed by five hundred years of colonial history. The chronicle of an indigenous eyewitness from the 16th century alters our perspective on today’s world and raises the question: are we ready for decolonisation?
Regie | Direction: Jens Schanze
Deutschland | Germany, 2026
Doku | 95 Min.
Sprache | Language: Spanisch, Englisch, Quechua, Aymara mit DT Untertiteln | Spanish, English, Quechua, Aymara w/ GER subs
Film und Filmgespräch
Im Anschluss an den Film laden wir zu einem gemeinsamen Filmgespräch mit offener Gesprächsrunde.
Ticketvorbestellungen THALIA KINO
per E-Mail: tickets@moveit-festival.de
telefonisch: 0351 / 6524703
Preise:
Einzelticket: 8,- € // Soliticket: 9,- € // ermäßigt: 5,-€ (Schwerbehinderte, Schüler*innen, Dresden-Pass, Ehrenamts-Pass sowie FSJ/FÖJ/BFD) // 5er Ticket: 35,- € (nur im Thalia Kino gültig!)
Reservierte Tickets werden bei Nichtabholung 20 min vor der jeweiligen Veranstaltung für die Abendkasse freigegeben!
Kooperationspartner:
Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit dem MOVE IT! Filmfestival.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Weltweit vor Ort - Filmabende und Gespräche in Dresden" gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden.

Kontakt:
Für Rückfragen steht die Koordinationsstelle der SEBIT gerne zur Verfügung.
Tel: 0351/43837872
E-Mail: sebit@aha-bildung.de
