Kolonialismus

Fassade Schloss Pilnitz (Foto: Christoph Boosen)

Im allgemeinen Bewusstsein erscheint der Begriff „Kolonialismus“ eine historische Epoche zu kennzeichnen, die in den 1960er Jahren ihr Ende gefunden hat. Das mag formal richtig sein, doch leben wir heute allenfalls in „postkolonialen Zeiten“ – und keinesfalls jenseits des Kolonialismus.

Dafür sind die Auswirkungen des Kolonialismus auf das heutige Leben viel zu vielschichtig und wirkungsmächtig. Diese zeigen sich nicht nur in der aktuellen Struktur der Globalisierung mit ihrer vielfach asymmetrischen Einbindung der Länder des Südens in die Weltwirtschaft – ihrer Reduktion auf die Rolle als Rohstofflieferant und Absatzmarkt. Vielfach sind auch aktuelle gesellschaftliche Konflikte in Lateinamerika, Afrika oder Asien nur erklärbar unter Rückgriff auf die koloniale Vergangenheit dieser Länder. Und darüber hinaus hatte und hat der Kolonialismus auch Auswirkungen auf unsere Vorstellungen von „Modernität“, „Fortschritt“, „Zivilisierung“ und „Entwicklung“.

Für uns als Akteure der entwicklungspolitischen Bildung ist dies Grund genug, im Rahmen unserer Veranstaltungen im November 2017 kolonialen Spuren nachzugehen und deren Relevanz im Alltag, in globalen Entwicklungsprozessen sowie in der Bildungsarbeit nachzuspüren.

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